Wie ich das Natural Look Preset für authentische Gartenfotos im Freien nutze

Natural Look Preset für authentische Gartenfotos im Freien: Lightroom-Presets für Familienfotografie in Halle (Saale)

Von 100 Looks in meinem Lightroom-Preset-Paket nutze ich für Gartenfotos fast nur einen: Natural. Das klingt nach Verschwendung, ist aber eine bewusste Wahl aus meinem Illustrator-Workflow. Auch beim Aquarell greife ich lieber zum immer gleichen Pinsel, bis das Papier etwas anderes verlangt. Für die Familienfotografie in Halle (Saale) heißt das: ein Look, zwei Lichtsituationen, und die Frage, wann er trägt und wann er Hilfe braucht.

Kurzer Hinweis vorab: Auf dieser Seite stehen Affiliate-Links. Kaufst du über einen davon ein Preset-Paket oder einen Kurs, bekomme ich eine Provision, für dich wird nichts teurer. Verlinkt ist nur, was ich selbst im Atelier oder bei Familien-Aufträgen an der Saale benutze und für gut befunden habe.

Zwei Lichtsituationen, ein Look

Mein Diplom an der Burg Giebichenstein hat mir beigebracht, Licht zu fühlen, bevor ich es zeichne. Bei Tusche und Aquarell baue ich Farbe in Lasuren auf, langsam und transparent. Die Sony Alpha 6000 mit ihren 24,3 Megapixeln liefert dafür scharfe Daten, aber die RAW-Dateien wirken am Bildschirm erst einmal blass. Leblos. Es fehlt die Schicht, die meine Illustrationen sonst tragen.

Regler für Regler lässt sich das natürlich auch lernen. Wer gern linear vorgeht, findet im Adobe Lightroom Classic Komplettkurs ein sauberes Gerüst aus kurzen Lektionen. Ich arbeite umgekehrt: erst das Gefühl für den Look, dann die Frage, warum er wirkt.

Lightroom-Presets für Familienfotografie auf dem MacBook, daneben eine Sony Kamera und Aquarellpinsel

Das Reise-Preset auf Kinderporträts

Das 100 Lightroom-Presets Paket ist eigentlich für Reise- und Landschaftsfotografie gedacht und verteilt sich auf 13 Stilrichtungen. Für fast alle meine Familien-Lifestyle-Aufträge nehme ich daraus Cinematic, Moody und Natural. Natural macht Hauttöne so weich wie eine Lasur im Wasserfarbenkasten, und plötzlich steht eine Brücke zwischen iPad-Stift und Kamera.

Die Dateien kommen in zwei Formaten. Am MacBook nutze ich .xmp (dafür braucht es mindestens Lightroom Version 7.3), die .dng-Dateien wandern aufs iPad, wenn ich im Café im Paulusviertel schon vorsortiere. Wenn Lightroom die Vorschauen eines ARW-Stapels aufbaut, rattert irgendwo die Festplatte leise vor sich hin. Genug Zeit, um im Kopf die ersten Fotos auszusortieren.

Eine Schwäche hat das Paket: Du bekommst Dateien und eine Installationsanleitung, aber keine Erklärung, welcher Look für welches Licht gedacht ist. Dieser Text ist deshalb mein Vergleich für genau einen Look. Lokale Akzente setze ich getrennt davon, Lightroom Maskierung lernen fühlt sich an wie das Arbeiten mit Ebenen in Photoshop.

Hartes Licht ist für Natural kein Problem

Fall A: Mittagssonne, kaum Schatten. Die Saale-Insel weiter flussaufwärts kennen alle in Halle, für Familienfotos zieht es mich trotzdem ans Ufer unterhalb der Giebichenstein-Brücke. Der Profi-Rat lautet: Geh in der goldenen Stunde raus. Ich mache es manchmal andersherum. Wenn ein Kind unterm Kinn eine harte Schattenkante bekommt und im Haar die Lichtkante fast weiß wird, greife ich zu Natural.

Das Preset bändigt die Kontraste. Es nimmt den Schatten die Aggressivität und lässt die Lichter stehen, ohne dass sie ausfressen. Übrig bleibt eine Klarheit wie bei einer sauberen Linienführung in der Zeichnung. Die Kinder spielen einfach weiter, kein gestelltes Lächeln im Abendlicht, sondern ehrliche Momente.

Ich weiß noch genau, wie das Gegenlicht von der Saale direkt in die Augen eines Kindes fiel und das Preset in voller Stärke daraus zwei grelle Punkte machte, und erst als ich es abmilderte, blieb die Stimmung und die Augen kamen zurück. Eine Bekannte, die für einen Triathlon-Verein an der Saale trainiert, schaute mir später beim Vergleichen über die Schulter und zeigte ohne Zögern auf die weichere Fassung.

Zusätzlich gehe ich mit der Klarheit und Struktur in Lightroom etwas zurück, damit der Aquarell-Anteil bleibt. Der Schieber wirkt bei mir wie Tusche-Druck: zu viel davon, und die Haut sieht gezeichnet aus statt weich. Wenn die Lichtkante im Haar glänzt, ist sie für mich ein grafisches Element, das ich stehen lasse.

Wenn der Himmel milchig bleibt

Fall B: Der Himmel bleibt zu, das Ufer versinkt im fahlen Licht. Dann gilt: Natural Presets für bewölktes Wetter nutzen rettet mir oft den Tag. Der Look bringt die Wärme zurück, die die Sonne an diesem Nachmittag verweigert hat. Hier gibt es nichts zu bändigen, hier fehlt etwas.

Nur eines funktioniert dabei nicht: dem Look den Grundton zu überlassen. Ein paar Handyfotos vom selben Grauwetter-Nachmittag habe ich einmal direkt als fertig exportiert, ohne den Weißabgleich anzusehen. Das Preset hat die falsche Farbe nur weitergereicht, statt sie zu retten. Seitdem sehe ich mir zuerst die Haut an und erst danach den Look.

Entscheide nach dem Licht, nicht nach dem Look

Bei Mittagssonne nehme ich Natural, sobald Schatten unterm Kinn Kanten bekommen und die Lichter im Haar ausfransen. Fällt das Gegenlicht direkt in die Augen, lasse ich das Preset abgeschwächt darüberliegen. Bei bedecktem Himmel nehme ich Natural, wenn Gras und Haut grau wirken und Wärme fehlt, aber erst, nachdem der Grundton stimmt. Trifft beides nicht zu, schaue ich mir das Foto zuerst ganz ohne Preset an.

Wer seinen eigenen Stil sucht und nicht in Technik-Tabellen versinken will, darf auf das Bauchgefühl hören. Vielleicht wirfst du mal ein Landschafts-Preset auf ein Kinderporträt. Es funktioniert erstaunlich gut. Falls du auf der Suche nach deinem Look bist: Das Lifestyle-Preset-Paket ist meine Ausgangsbasis geworden, kein Schnickschnack, sondern gute Startpunkte für das eigene Gefühl.