Warum das Lifestyle Presets Paket perfekt für meinen Stil als Illustratorin ist

Warum das Lifestyle Presets Paket perfekt für meinen Stil als Illustratorin ist

Draußen rüttelt der Wind an den dünnen Fensterscheiben meines Hinterhof-Ateliers im Paulusviertel. Der Geruch von kaltem Kaffee und altem Papier hängt in der Luft, während ich vor meinem MacBook sitze. Auf dem Schirm: Ein RAW-File vom letzten Sonntag in der Saale-Aue, das Kind rennt, das Licht flach. Es sieht technisch okay aus, aber es hat keine Seele.

Bevor ich dir erzähle, wie ich diesen flachen Dateien Leben einhauche: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links ein Preset-Paket oder einen Kurs kaufst, bekomme ich eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten. Ich verlinke nur Produkte, die ich selbst bezahlt und in echten Familien-Aufträgen getestet habe. Mein Blick ist der einer Illustratorin, nicht der einer Technik-Expertin.

Das Ende der linearen Logik

Als ich im März 2024 anfing, befreundete Familien zu fotografieren, dachte ich, ich müsste das Handwerk so lernen, wie man ein Programm programmiert. Ich kaufte mir den Adobe Lightroom Classic Komplettkurs. Über 40 Lektionen. Ich habe nach Modul 4 abgebrochen. Die systematische, lineare Logik fühlte sich an wie ein Käfig für meine Intuition. Ich wollte keine Histogramme auswendig lernen, ich wollte, dass sich die Farben so anfühlen wie meine Aquarellkästen. Dieses Schließen des Browser-Tabs war ein Moment des Scheiterns, aber auch der Befreiung. Ich bin Illustratorin, ich skizziere erst das Gefühl und dann die Linie.

Nahaufnahme der Lightroom-Preset-Auswahl auf einem Laptop neben Malutensilien

Die Entdeckung der 100 Looks

Im September 2024 stieß ich auf das 100 Lightroom-Presets für Reise- und Landschaftsfotografen Paket. Eigentlich für weite Berge und ferne Täler gedacht, aber für mich war es ein Werkzeugkasten voller Texturen. Es sind 100 Looks in 13 Stilrichtungen. Als ich das erste Mal den „Moody“-Look auf ein Foto von der Peißnitzinsel legte, passierte etwas in meinem Körper. Ein plötzliches Lockerlassen in den Schultern. Das überstrahlte, fast schon giftige Grün der Wiesen verwandelte sich in die gedämpften, erdigen Töne, die ich so an meiner Aquarellpalette liebe.

Warum Landschafts-Presets für Familien? Weil sie Tiefe geben, ohne die Gesichter künstlich glattzubügeln. Ich nutze sie oft als Basis, fast wie eine Grundierung auf einer Leinwand. In meinem Tagebuch notiere ich mir oft, warum ich Landschafts-Presets für Porträts nutze, um diese besondere räumliche Tiefe zu bekommen, die normale Porträt-Filter oft vermissen lassen.

Cinematic, Moody, Natural: Meine drei Pinsel

In dem Paket gibt es drei Richtungen, die meinen Stil als Burg-Absolventin genau treffen. „Cinematic“ erinnert mich an meine iPad-Linienführung — klarer Fokus, tiefe Schatten, fast wie eine Tuschezeichnung. „Moody“ ist perfekt für die schattigen Ecken in den Saale-Auen oder die dunkleren Flure in den Gründerzeit-Wohnungen hier im Viertel. Und „Natural“ nehme ich, wenn das Licht am Nachmittag so weich durch die hohen Fenster fällt, dass man kaum etwas korrigieren muss.

Ein konkretes Beispiel: Letzte Woche in Glaucha. Ein kleiner Junge, der ständig aus dem Lichtkante-Bereich flüchtete. Die Sony Alpha 6000 mit ihren 24.3 Megapixeln hat alles eingefangen, aber die Tonalität war unstimmig. Ein Klick auf ein Cinematic-Preset aus dem Paket und die Komposition stimmte plötzlich wieder. Die Farben ordneten sich unter das Motiv unter. Wer mehr darüber wissen will, kann nachlesen, wie ich einen Cinematic Look in Lightroom erstellen kann mit Reise-Presets.

Smartphone mit Lightroom Mobile App auf einem Cafétisch im Paulusviertel

Workflow zwischen Atelier-Café und MacBook

Was ich an diesem speziellen Paket schätze, ist die Flexibilität. Ich bekomme beide Formate: .xmp für mein MacBook hier im Atelier und .dng für mein iPhone. Oft sitze ich im Café unten an der Ecke, trinke einen Tee und schiebe die ersten Regler auf dem Handy hin und her, während ich auf einen Druckauftrag warte. Wenn ich dann später am Rechner sitze (Lightroom Classic ab Version 7.3 ist Pflicht für die .xmp Dateien), habe ich den Look schon im Kopf skizziert.

Es ist kein technisches Abarbeiten mehr. Es ist ein intuitives Suchen nach der richtigen Farbtemperatur, fast so, als würde ich Wasser in meine Pigmente mischen. Für mich als Freiberuflerin waren die rund siebzig Euro eine einmalige Investition, die ich nach dem ersten bezahlten Familien-Shooting schon wieder drin hatte. Kein Abo-Druck, nur 100 Möglichkeiten.

Photography hat sich von einem technischen Kampf in eine zweite kreative Säule verwandelt. Wenn ich heute ein Foto bearbeite, fühlt es sich nicht mehr fremd an. Es ist nur eine andere Art, eine Geschichte zu erzählen — mit Licht statt mit dem Pinsel. Wer noch nach seinem eigenen Weg sucht, dem kann ich das lifestyle-presets-paket wirklich ans Herz legen. Es ist kein Zaubermittel, aber es ist eine verdammt gute Palette.